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Rohmaterial

Allgemeine Begriffe

Faser

Ein morphologischer Ausdruck für Stoffe, welche sich durch ihre Biegsamkeit, ihre Feinheit und ihr hohes Verhältnis von Länge zu Querschnittsfläche kennzeichnen.
  

Faden

Ein Einzelfaden als Teil ganz bestimmter textilen Gefüge wie Fadenscharen, Ketten, oder Garnen auf Bäumen.
  

Nähgarn / Faden

Nähgarn ist eine Garnart, die sich zum Nähen eignet. Der Ausdruck Faden wird auch verwendet, um die Anzahl Einzelfäden in einem Textil anzugeben, z.B. 7 Fäden pro cm.
  

Vorgarn / Roving (stark, >68tex) / glattes Filamentgarn (fein)

Ein unendlich langes Gefüge von hauptsächlich parallelen Fasern mit nur geringer Verdrehung. Endlosfaser-Rovings bestehen aus Filamenten (durchgehend), Mehrfaser-Rovings bestehen aus Stapelfasern (beschränkte Länge).
  

Garn

Ein textiles Produkt beträchtlicher Länge und relativ geringer Querschnittsfläche aus Faser(n), mit oder ohne Verdrehung. Dieser allgemeine Ausdruck beinhaltet alle spezifischen Garnarten, z.B. Einfachgarn, gefachtes Garn, Endlosgarn, Spinnfaden, …

In der Umgangssprache kann „Garn" auch ein Allgemeiner Ausdruck für „Faser", „Einzelfaden", oder „Faden" sein.
  

Schnur

Ein allgemeiner Ausdruck für linienförmige Textilgefüge, insbesondere Garne in Seilen und Fasertauwerken.
  

Verdrehung

Die spiralförmige Anordnung der Bestandteile eines ein- oder mehrstufigen Einfachzwirns oder Rovings. Die Drehung wird in S (oder Z) Richtung angegeben, wenn die Spiralen am vertikal gehaltenen Garn- oder Roving in die selbe Richtung neigen wie der Mittelteil des Buchstabens S (oder Z).

Wenn die S/Z-Notation nicht verwendet werden kann (z.B. in Feldern numerischer Datenbanken) wird S mit (-) und Z mit (+) bezeichnet werden.

  
Drehungskoeffizient / Verdrehungsgrad / Drall

Die Anzahl Verdrehungen pro Einheitslänge eines Garns oder Rovings.
  
    

spezielle Bearbeitung und Beschichtung

Texturiertes Endlosgarn

Ein Endlosgarn mit sichtbarer oder unsichtbarer Kräuselung, Windung, oder Schlingung der Filamente, mit oder ohne Verdrehung. Dadurch hat es Volumen- und/oder Dehneigenschaften, oder solche können durch eine Nachbehandlung entstehen.
  

Avivage, Schmälze

Eine Chemikalie wird auf die Garne angewendet, um deren Verarbeitung zu erleichtern.
  

Schlichte

Eine Chemikalie in Lösung oder Dispersion wird vor dem Weben angewendet, normalerweise im Kett-, aber manchmal auch im Schussmaterial, um den Webprozess zu erleichtern.

Eine Schlichte kann gleichzeitig für die Endanwendung geeignet sein, oder wird nach dem Webprozess wieder herausgewaschen.
  

Gleitmittel

Eine fettige oder wachsige Chemikalie wird auf die Garne angewendet um die Reibung in nachfolgenden Textilverfahren, wie Sticken, zu reduzieren.
  
  

Bei der Tissa Glasweberei AG werden verschiedenste Materialien verwoben.
Hier ein Überblick:

Glasfasern

Aus dem Rohstoff Kieselsäure (Siliciumdioxid-SiO2) wird Glas hergestellt. Unter Beigabe von verschiedenen Oxiden, welche selbst kein Glas bilden, kann die Eigenschaften des Glases verändert werden.
   

Vorteile

Nachteile

- hohe spezifische Festigkeit zu
  günstigem Preis
- ausgezeichnete Isoliereigenschaften
  (thermisch und elektrisch)
- Temperaturdauerbelastung bis 250 °C,
  ab 650 °C Erweichungspunkt
- resistent gegen Feuchtigkeit
- geringe Wärmeleitung
- chemikalienbeständig
- unverrottbar

- bei Termperaturbelastung ver-
  sprödet Glas und verliert somit an
  Festigkeit

   

Glastypen

​E-Glas gebräuchlichster Typ, gute elektrische Isoliereigenschaften
C-Glas gute chemische Beständigkeit
​S-Glas höhere Zugfestigkeit + höheres E-Modul
​R-Glas etwas geringere Werte als S-Glas
AR-Glas hohe Alkali-Beständigkeit

Glasgarn-Bezeichnung EC 13 - 136 tex - Z20
= E-Glas 
= kontinuierlich (Filamentgarn) 
13  = diese Zahl gibt den Durchmesser der Elementarfäden in Mikro
   (1 Mikro=0.001 mm)
136 tex    = 1000 Meter Fadenlänge hat ein Gewicht von 136 Gramm 
Z = Angabe der Drehrichtung
20 = Anzahl der Drehungen pro Meter

Aramid

Vorteile

Nachteile

- hohe Zugfestigkeit
- thermische Stabilität
- schlagzäh
- flammfest, selbstlöschend
- chemikalienbeständig

- Biege- und Druckfestigkeit
- feuchtigkeitsempfindlich
- Festigkeitsabfall bei Bestrahlung (z.B. UV)

  
Carbon

Diese Fasern werden durch Pyrolyse (thermische Zersetzung) organischer Fasern hergestellt. Der Rohstoff ist Reyon oder Polyacrylnitrilfasern, die bei Temperaturen von 1000 - 1500 °C zersetzt werden. Der Kohlenstoffgehalt beträgt dann 95 - 98 %. Die folgende zusätzliche thermische Nachbehandlung bei 2000 - 3000 °C wandelt das Fasermaterial in Graphit (Kohlenstoffgehalt 99%) um.

Vorteile

Nachteile

- progressives Spannungs-Dehnungsverhalten
- hohes E-Modul hochfest bis 2500 °C
- korrosionsbeständig
- chemikalienbeständig gegen Säuren, Alkalien,
  Lösungsmitteln
- elektrisch und thermisch leitend

- Empfindlichkeit bei Verarbeitung
- geringe Scherfestigkeit

     
Polyamid

Vorteile

Nachteile

- fest und widerstandfähig
- hohe Abriebfestigkeit
- beständig gegen die üblichen Lösungsmittel
- alkalirestistent
- resistent gegen schwache Säuren

- geringes E-Modul

  
Polyester

ähnliche Eigenschaften wie Polyamid, jedoch mit einem etwas höheren Elastizitätsmodul
  
physikalische Eigenschaften im Überblick
    Dichte      
in g/cm3
Zugfestigkeit
in
GPa=kN/mm2
  Elastizitäts- 
modul in
  
GPa=kN/mm2  
Bruch-
dehnung
in %
  Maximal- 
   temperatur 
in °C 
E-Glas         2.6     3.45 73

4

325
AR-Glas 2.7 3.0 73 2.4 300
R-/S-Glas 2.53 3 - 5 90 4.1 275
Carbon (HT) 1.8 3.45 236 1.6 500
Basalt  2.75 4.84 89 3.15 550
Polyamid 1.16 0.86 5 15 - 50 100
Aramid (HM) 1.45 3.1 110 2.8 300
UHMWPE
(Dyneema)
0.97 3.3 83 4 100
PBO (Zylon) 1.56 5.8 180 3.5 650